Evangelische
Kirchengemeinde
Fahrenbach

Die Trauung

Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. (1. Mose 2,18)

Wer heiraten will, der freut sich schon lange vorher auf diesen besonderen Tag und streicht ihn sich dick im Kalender an.
Auf der einen Seite ist da die Vorfreude und man kann es gar nicht erwarten, bis es soweit ist. Es kann gar nicht schnell genug gehen und jeder Tag wird runtergezählt.
Auf der anderen Seite merkt man in der Vorbereitung manchmal aber auch, dass noch eine ganze Menge zu erledigen ist und die Tage wie im Flug vergehen.
Damit eure Hochzeitsvorbereitungen nicht in Stress ausarten und ihr alles für die kirchliche Trauung im Blick habt, möchten wir euch hier eine kleine Hilfestellung geben.


1. Termin und Traugespräch

Wir empfehlen euch, frühzeitig im Pfarramt anzurufen und den Hochzeitstermin zu vereinbaren, damit der Wunschtermin nicht schon blockiert ist.
Ein erstes Traugespräch gibt es dann in der Regel ein halbes Jahr vorher, um alles Organisatorische zu besprechen. Ein zweites Traugespräch, um sich besser kennenzulernen und die Ansprache persönlich gestalten zu können, gibt es dann ca. zwei Wochen vor der Trauung.


2. gemischtkonfessionelle Paare - ökumenische Trauung

Wir können alle sehr froh sein, dass niemand mehr von irgendjemandem geächtet wird, wenn der Partner nicht die eigene Konfession hat. Dennoch gibt es bei gemischtkonfessionellen Hochzeiten etwas zu beachten: Eine evangelisch geschlossene Ehe von gemischtkonfessionellen Paaren wird von der katholischen Kirche nur dann als rechtmäßige Trauung (im Sinne des katholischen Kirchenrechts) anerkannt, wenn eine "Dispens von der Formpflicht" im zuständigen katholischen Pfarramt beantragt (und genehmigt) wurde.
Die Anerkennung der Trauung durch die katholische Kirche wird von katholischen Arbeitgebern für katholische Angestellte (z.B. in kath. Kindergärten oder Altenheimen) zwingend gefordert. Bitte denkt bei euren Überlegungen daran.
Bei unserer wunderbaren Ökumene (gerade hier vor Ort) ist die ökumenische Trauung natürlich die einfachste und beste Lösung! Da wird die Trauung von einem evangelischen und einem katholischen Geistlichen gemeinsam mit euch gefeiert (wahlweise in der evangelischen oder katholischen Kirche).

3. Beteiligte Personen (Geistlicher, Organist, Kirchendienst)

Pfarrer/in, Prädikant/in

Für eure Trauung in Fahrenbach ist erst einmal unser/e Gemeindepfarrer/in hier vor Ort zuständig, der/die diesen Gottesdienst sehr gerne mit euch gestaltet und feiert. Aber es ist immer auch möglich, von einem anderen Pfarrer oder Prädikanten getraut zu werden. Dieser muss dann aber selbst organisiert werden. In jedem Fall ist der Dienst des Geistlichen kostenlos bzw. durch eure Kirchensteuerzahlungen (für die wir euch sehr dankbar sind!) abgedeckt.

Kirchendiener/in

Neben dem Geistlichen braucht es auch einen Kirchendiener, der z.B. die Glocken einschaltet, die Kerzen anzündet, die Kniebank hinstellt, die Liedblätter nach dem Gottesdienst wieder wegräumt und sich um alles kümmert, was sonst noch im Hintergrund zu organisieren ist (und oft genug eine Menge Dreck wegräumen muss, denn die Hochzeitsgesellschaft hinterlässt.)
Der Kirchendienst wird von Gemeindegliedern übernommen, die dafür einerseits zwar keine Vergütung bekommen, sich andererseits aber wünschen, dass ihr Dienst der Gemeinde zugute kommt. (Wer das jeweils macht, wird vom Pfarramt organisiert.)
Daher bitten wir euch, der Kirchengemeinde 25€ für den Dienst der KirchendienerInnen zu spenden. 

Organist

Der Orgeldienst ist ein bezahlter Dienst, für den verschiedene, freiberufliche Kirchenmusiker angefragt werden können. Sie spielen auf eigene Rechnung. Die Kosten werden direkt mit den Musikern nach Aufwand berechnet.
Gefragt werden können zum Beispiel: Volker Benz (0171/4060110), Steffen Ockert (06261/937597) oder Anja Galm (06267/6396).
(Wenn ihr auf den jeweiligen Namen klickt, öffnet sich eine pdf-Datei, die euch ihr musikalisches Spektrum und Angebot zeigt.)

4. Blumenschmuck

Wir bitten euch, dass ihr euch um den Blumenschmuck selbst kümmert. Wenn ihr auch an den Bänken Blumen anbringen wollt, müsst ihr schauen, wie ihr diese befestigen wollt. Dies ist nicht so einfach und es ist nicht möglich, dass ihr Reißzwecke seitlich in die Bänke steckt und auch Tesafilm kann den Lack beschädigen.


5. Fotografieren und Filmen

Beides ist prinzipiell möglich. Unsere einzige Bitte ist es jedoch, dass ihr (jeweils) eine einzige Person damit beauftragt und alle anderen ihre Kameras weglassen, damit es nicht zu unruhig wird. Auch solltet ihr mit eurem "Kameramann" genau absprechen, was ihr wollt und was nicht (soll er euch z.B. bei der Ringübergabe und der Segnung fotografieren oder gerade da wegbleiben, damit ihr den Moment genießen könnt?)


6. Schlüssel - Zugang zur Kirche

Unsere Kirche ist tagsüber prinzipiell geöffnet. Ein Schlüssel für die Empore, falls z.B. ein mitgebrachter Organist vorher dort proben will, kann im Pfarramt abgeholt werden.

7. Stammbuch

Bei der standesamtlichen Trauung bekommt ihr ein Stammbuch. Darin ist in aller Regel auch ein Vordruck zur Bescheinigung der kirchlichen Trauung. Wenn ihr die bei uns rechtzeitig im Vorfeld abgebt, bekommt ihr sie an der Trauung (ansonsten nachgereicht.)

8. Gestaltung des Gottesdienstes

Eine Trauung wird umso schöner, je mehr Gedanken ihr euch über sie macht und je mehr Persönliches ihr in den Gottesdienst einbringt.
Daher möchten wir euch einladen, dass ihr euch selbst mit überlegt, wie der Gottesdienst ablaufen soll und wer sich von euren Verwandten und Freunden wie einbringen könnte.

Einen möglichen Ablauf mit ein paar Anregungen könnt ihr euch hier als Word-Datei runterladen: "Ablauf einer evangelischen/ökumenischen Trauung"

Wir wünschen euch viel Spaß und tolle Gedanken bei der Vorbereitung.